Eröffnung der Ausstellung "Tür an Tür. Polen - Deutschland. 1000 Jahre Kunst und Geschichte"
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(© www.bundespraesident.de)
Bundespräsident Christian Wulff hat am 21. September 2011 gemeinsam mit seinem polnischen Amtskollegen Bronisław Komorowski die Ausstellung "Tür an Tür. Polen - Deutschland. 1000 Jahre Kunst und Geschichte" im Berliner Martin-Gropius-Bau eröffnet.
Bei einer anschließenden Feier im Berliner Abgeordnetenhaus erinnerte Bundespräsident Wulff an den wichtigen Beitrag der polnischen Freiheitsbewegung zum Fall des Eisernen Vorhangs und damit zur deutschen Wiedervereinigung. Sowohl der Martin-Gropius-Bau als auch das Abgeordnetenhaus liegen in unmittelbarer Nähe der ehemaligen Berliner Mauer.
Die Ausstellung selbst, sagte der Bundespräsident, zeige die gemeinsamen kulturellen und geistigen Wurzeln Polens und Deutschlands. Die Schau ermutige zugleich, gemeinsam in eine gute Zukunft weiterzugehen. Die Ausstellung präsentiert rund 800 historische und zeitgenössische Exponate zur 1000-jährige Geschichte der deutsch-polnischen Beziehungen und ist Teil zahlreicher Veranstaltungen im Jubiläumsjahr des Deutsch-Polnischen Nachbarschaftsvertrages.
In 19 Sälen und 22 Kapiteln erzählen historische und zeitgenössische Exponate erstmals die 1000-jährige Geschichte der wechselseitigen Beziehungen zwischen Polen und Deutschland. Die Chefkuratorin Anda Rottenberg hat die gemeinsame Ausstellung des Martin-Gropius-Baus und des Königsschloss in Warschau in Themenbereiche gegliedert, um die unterschiedlichen Aspekte deutsch-polnischer Nachbarschaft besser verstehen zu lassen.
Und so beginnt die Berliner Ausstellung mit dem Hl. Adalbert und Richeza, die, aus Köln kommend, den späteren König Mieszko II. heiratete und 1025 Königin von Polen wurde und schlägt den Bogen bis in die Gegenwart: Landshuter Hochzeit, Deutscher Orden, Internationale Gotik und „Polenbegeisterung“ von 1831, Zweiter Weltkrieg, Solidarność, EU-Beitritt. Auch jene schreckliche Zeit zwischen 1939 und 1945, in der Deutsche Polen und seinen Bewohnern unendliches Leid zufügten, wird in der Ausstellung thematisiert, etwa durch den Film „Der Kanal“ (1957) von Andrzej Wajda. Unter den hochrangigen Exponaten befinden sich das Portrait des Markgrafen Albrecht von Brandenburg-Ansbach von Lukas Cranach d. Ä. aus dem Jahr 1528, Gemälde höchster Qualität aus dem 17. Jahrhundert aus Danzig, das Monumentalwerk „Preußische Huldigung“ von 1882 von Jan Matejko, Meisterwerke der Holzschnitzkunst von Veit Stoß, der wertvolle Schatzfund aus Neumarkt und kostbare Handschriften. In die Ausstellung werden immer wieder auch Werke von politisch motivierten und international arbeitenden, zeitgenössischen Künstlern eingeflochten, unter anderem von Mirosław Bałka, Krzysztof Bednarski, Edward Dwurnik, Jochen Gerz, Anselm Kiefer, Gerhard Richter, Wilhelm Sasnal, Gregor Schneider, Günther Uecker, Piotr Uklanski, Luc Tuymans, Krzysztof Wodiczko und Andrzej Wróblewski
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Ausstellungseröffnung "Tür an Tür. Polen - Deutschland. 1000 Jahre Kunst und Geschichte"
(© www.berlinerfestspiele.de)
“Tür an Tür. Polen – Deutschland. 1000 Jahre Kunst und Geschichte“ ist regulär vom 23. September 2011 bis 9. Januar 2012 zu sehen.